Es ist schon zur Tradition im „Zeit-Kurort Königsfeld“ geworden, dass sich immer am 30. Dezember eines Jahres ein Filmabend dem Thema „Zeit“ widmet. 2013 der Film „Speed“, 2014 der Film „Wie im Himmel“ und 2015 der Film „In Time – Deine Zeit läuft ab“.
„In Time – Deine Zeit läuft ab“ ist ein amerikanischer Science-Fiction-Thriller mit Justin Timberlake und Amanda Seyfried in den Hauptrollen; er lief erstmalig in den Kinos 2011.
„Der Film spielt in der Zukunft und beschreibt eine neue Form des weltweiten Wirtschaftssystems. Die Währungen wurden durch Lebenszeit ersetzt, die wie Geld verdient, ausgegeben, verschenkt oder gestohlen werden kann. In dieser Zukunft endet der Alterungsprozess eines jeden Menschen aufgrund einer Genmanipulation im Alter von 25 Jahren. Um eine Überbevölkerung der Erde zu vermeiden, bleibt danach eine restliche Lebenszeit von einem Jahr, die von einer implantierten Uhr auf dem Unterarm als Countdown angezeigt wird. Sobald diese Uhr abläuft, stirbt der Träger auf der Stelle. Zusätzliche Zeit kann durch Arbeit, Schenkung oder Diebstahl hinzugefügt werden, wobei der Transfer über spezielle Scanner oder durch das Übereinanderlegen der rechten Unterarme erfolgt. Die Reichen leben so gut wie ewig und altern dabei nicht, während die Armen früh sterben. Die gesamte Welt wurde in Zeitzonen aufgeteilt, in denen die unterschiedlichen sozialen Schichten leben.“ (Auszug: Wikipedia)
In den Kritiken zum Film heißt es immer wieder, welchen Spaß es macht, wie der Regisseur mit all seinen vielen Ideen rund um das Thema „Zeit als Währung“ herumjongliert. Wer sich aber bisher nicht für Science-Fiction-Filme interessiert hat, muss sich erst einmal an die Actionszenen gewöhnen und sie als Teil der Filmhandlung akzeptieren. Dabei aber sind nicht zu übersehen die zahlreichen versteckten Bezüge. Hier werden nicht nur Themen wie Jugendwahn und Sozialdarwinismus gestreift, sondern die Verwerfungen der Bankenkrisen werden erstaunlich aktuell kommentiert. Bei aller Zukunftsperspektive und Science-Fiction-Manier zeigt sich der Film damit als gesellschaftskritisch und anregend, einmal neu zu denken.