Ausstellung: Skulpturen von Zeljko Rusic “Sichtbar-Unsichtbar”

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Anmerkungen zu den Arbeiten von Zeljko Rusic

Zeljko Rusic´s Skulpturen entstehen aus seinen ganz persönlichen  Auseinandersetzungen mit elementaren Fragen des Menschseins. Die sich dabei entwickelnden Inspirationen setzt er unmittelbar mit der Kettensäge um und formt Objekte, die in der zeitgenössischen Bildhauerei  nicht in die üblichen Kategorien einzuordnen sind. Er lässt sich nicht festlegen auf Abstraktion oder Figuration – beides kommt vor, aber die Emotionen und Gedanken während des  Schaffensprozesses bestimmen seinen Umgang mit dem Werkzeug und sein Gefühl für das Material, in der Regel Holz, aber auch der Umgang mit Aluminium oder Cortenstahl reizt ihn.

Bei seinem Nach- und Vordenken über Fragen des Menschseins und der Menschlichkeit erstaunt es nicht, dass  in allen Arbeiten von Zeljko Rusic der Mensch als Figur auftaucht, mal fast unscheinbar klein, mal torso-ähnlich überlebensgroß. Dabei  bildet er nicht den Menschen anatomisch korrekt nach, sondern formt sinnlich erfahrbare Metaphern über menschliche Befindlichkeiten oder Lebenssituationen. Seine Werke erzählen etwas, vielleicht eine Geschichte und die kommen beim Betrachter an als ganz eigene Geschichte, vielleicht auch als etwas Geheimnisvolles – das der Betrachter erst entdecken kann. Dieser soll seine eigene Phantasie lebendig halten und seine eigene Art, zu fühlen, entdecken. Der Künstler lässt alle Deutungen offen und gibt daher keiner seiner Arbeiten einen Titel.

Zeljko Rusic belässt das Material Holz durchweg in seiner natürlichen Struktur und Konsistenz, betont bei einigen Arbeiten aber besonders die Struktur, indem er das Holz samtartig schwarz flämmt oder weißt. Mal fein, mal kräftig mit bewusst rauen Schnitten, Riefen und Risse einbezogen,  gestaltet der Künstler seine Menschenbilder, die dadurch einen unverwechselbaren, ganz persönlichen Ausdruck erhalten. Die Oberfläche der Skulpturen wird durch ein einzigartiges Spiel von Licht und Schatten geradezu lebendig und bezieht den Betrachter ein in einen dynamischen Kontakt zum zunächst statisch wirkenden Kunstwerk.
Seine Empathie für das Material Holz fordert ihn heraus,  die Widerstände in diesem Material zu überwinden und auszutesten, was gerade noch machbar ist. Immer wieder provoziert er damit ein fast ungläubiges Staunen beim Betrachter darüber, wenn sie erfahren, dass die Kunstwerke in der Regel aus einem Holzblock gefertigt wurden – und dann noch mit einem der rauesten Holzbearbeitungsgeräte, der Kettensäge.

Zeljko Rusic merkt man in seinen Arbeiten an, mit welcher Begeisterung er sie schafft. Die Idee für eine neue Skulptur, der Anspruch und  die Herausforderung, etwas noch nie Dagewesenes  und womöglich sogar fast Unmögliches zu schaffen, bringt ihn einen euphorischen Zustand, der im fertigen Werk seine Erfüllung findet.  Man sieht den Werken des Bildhauers Zeljko Rusic sofort an, dass sie entstanden sind aus der Hand eines Künstlers, der seine handwerklichen Techniken auf höchstem Niveau entwickelt hat und ganz eigene Wege geht. Was ihn auszeichnet, ist sein einzigartiges Formsehen, seine Inspirationen und die immer wieder bewiesene Fähigkeit, sich und seine human-philosophischen Grundgedanken über die bildhauerische Gestaltung auszudrücken. Die so geschaffene “Aura” schwingt in jedem seiner Arbeiten mit und bewirkt eine inspirierende  Resonanz beim aufmerksamen Betrachter.
(Manfred Molicki, 2016)

Der kunstraum königsfeld ist immer samstags und sonntags von 15-17 Uhr geöffnet, auf Anfrage auch jederzeit in der Woche!

Über 300 Besucher bei der Vernissage Zeljko Rusic

Auf den 250 Quadratmetern des KUNSTraumes Königsfeld drängten sich zur Vernissage rund 250 Kunstinteressierte und am Nachmittag kamen noch 65 zusätzlich, um sich die einzigartigen Werke des Bildhauers Zeljko Rusic anzuschauen. Das zeigt den Verantwortlichen des veranstaltenden Vereins KUNSTKULTUR Königsfeld wieder einmal, dass der KUNSTraum in der ganzen Region Anerkennung und Zustimmung findet und sich in der Gemeinde Königsfeld zu einem bedeutenden Anziehungspunkt entwickelt hat.

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Der gut gefüllte KUNSTraum während der Vernissage

Die Vernissage fand in mehrfacher Hinsicht anders und auf Wunsch des Künstlers gegen manche Konvention statt: Keine musikalische Einleitung, die oft vom Eigentlichen, dem bildnerischen Werk, ablenkt. Keine kunsthistorische Einführung, die oft überakademisiert nicht den Nerv der Besucher trifft und  die ganz persönliche Resonanz der Arbeiten auf den Besucher stört. Keine Preisliste, die den Kunstbetrachter geradezu animieren, das Kunstwerk vorwiegend unter finanziellen, materiellen Gesichtspunkten zu sehen und zu taxieren. Ernsthafte Kaufinteressenten erfahren natürlich dennoch die Preise.

Manfred Molicki, Vorstand im Verein KUNSTKULTUR Königsfeld, ließ es sich trotzdem nicht nehmen, einige Worte zu sagen über den handwerklich perfekten und künstlerisch genialen Künstler, der zudem allseits bekannt ist für seine menschlich sympathische Haltung  und sein authentisches Auftreten. Er dankte Zeljko Rusic für seine Bereitschaft, diese bewundernswerte Ausstellung in seinem jetzigen Heimatort zu präsentieren.

Ein Dank ging auch an Dietrich Danksin, der in aufwändiger Arbeit selbstlos mehrere Objekte im Vorfeld professionell fotografiert hat und damit auch für das vielfach gelobte Titelbild der Ausstellung gesorgt hat.

Diese gelungene Vernissage zeige aber auch, so der Vereinsvorsitzende, dass dahinter ein engagiertes und motiviertes KUNSTKULTUR-Team steht, welches mit großer Freude und zeitlichem Aufwand für die Vorbereitung und Durchführung dieser Ausstellung gesorgt hat. Darum ging ein besonderer Dank an den Vorstand, die Beiräte und das gesamte ehrenamtliche Team.

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Fotos: Veronika von Hochberg, Tonina Sambataro, KUNSTKULTUR

Pünktlich zur Ausstellungseröffnung erschien auch ein aufwändiger Kunstkatalog
mit einem Querschnitt der Arbeiten des Künstlers, der im KUNSTraum erhältlich ist.

ZeljkoRusic_32seiter_RZ_pfade.indd    Katalog-Titelseite

Aus der Presse: 

Schwarzwälder Bote – 05.10.2016

SÜDKURIER – 04.10.2016

Schwarzwälder Bote – 30.09.2016

SÜDKURIER – 30.09.2016

SÜDKURIER – 21.10.2016

Typ: Ausstellung, Kunstraum, Vernissage
Datum: 02.10.2016 - 06.11.2016
Uhrzeit: 15:00 - 17:00 Uhr
Ort: Gartenstr. 1 (Kunstraum Königsfeld), 78126 Königsfeld

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