Ausstellung: Faller-Budasz-Kees

MATEUSZ BUDASZ / ARIANE FALLER/ STEFAN KEES

Die drei im Schwarzwald-Baar-Kreis lebenden und arbeitenden Künstler Mateusz Budasz, Ariane Faller und Stefan Kees kennen sich nunmehr seit fast zwei Jahrzehnten und nahmen in dieser Zeit stets wechselseitig Anteil an der Arbeit des jeweils anderen. In ihrer Ausstellung im KUNSTraum Königsfeld konfrontieren die Künstler ihre jeweiligen Systeme miteinander und lassen sie punktuell zusammenwachsen. Die vollzieht sich mittels raumgreifender Installationen aber auch auf engstem Bildraum, in dem sich die Ansätze der drei Künstler unmittelbar begegnen und einander annähern.

In ihren zunächst voneinander unabhängigen modularen Bildkörpern, in ortsbezogenen Installationen aber auch in den gemeinsam komponierten, mehrdimensionalen Wandarbeiten – den Känsterle und Hybriden – untersuchen Ariane Faller, geboren 1978 in Furtwangen, und Mateusz Budasz, geboren 1979 in Poznan/Polen, Materialien, Räume, Situationen und Zusammenhänge. Ihre Arbeiten sehen die beiden Künstler als Destillate von aktuellen und vergangenen Augenblicken, als ein Cuvée visueller Fragmente das ihre Wahrnehmung von Orten und Momenten, ihre Standpunkte und Fragen zeigt und sie in bestehende „reale“ Gefüge überführt, aber auch persönliche Eindrücke und Erinnerungen der Betrachtenden wachrufen möchte.

Stefan Kees, geboren 1968 in Bayreuth, thematisiert durch seine Malerei, die durch Zerreißen zunächst zerstört und anschließend durch Schichtung in neuem Kontext erneut zu Bildern und Bildkörpern verarbeitet wird, Werden und Vergehen, Anfang und Ende, Endlichkeit und Neubeginn und verweist neben der formalen Ebene der Auseinandersetzung mit raumgreifender Malerei und ihren Mitteln auf tiefere Fragen menschlicher, materieller und künstlerischer Existenz.

Als Zeitdokumente, hinterlassene Spuren von Leben, führt Stefan Kees Fundstücke, meist aus Haushaltsauflösungen, mit seinen Malereischichtungen zu einem untrennbaren Ganzen zusammen und bildet eine Synthese aus dem, was war und dem, was ist.

In der Befragung traditioneller aber auch malereifremder Materialien, dem Hinterfragen vermeintlicher Grenzen zwischen eindeutigen Zuordnungen und Definitionen von Malerei, Zeichnung, Plastik und Objekt, aber ebenso in der Auseinandersetzung mit Fragen danach, ob es wesentliche Gemeinsamkeiten zwischen den Menschen gibt, wie Kunst andere Menschen erreicht und auf welchen Ebenen sie dies leisten kann und muss, liegen die Berührungspunkte im Schaffen der drei Künstler. Kunst funktioniert für sie nicht unabhängig von der Außenwelt sondern immer als Spiegel des „Jetzt“, an das wir uns in der Zukunft erinnern werden. Doch woran müssen und wollen wir uns erinnern und auf welche Weise? Was bedeutet die künstlerische Arbeit von früher heute noch? Nicht das Ausklammern des Alltäglichen, Subjektiven aus der Bildenden Kunst schafft – insbesondere in dieser Zeit und der zwangsläufig auf ihr basierenden Zukunft – für Mateusz Budasz, Ariane Faller und Stefan Kees Nachhaltigkeit oder Allgemeingültigkeit sondern die Thematisierung aktueller Geschehnisse und substanzieller Veränderungen im Leben und Denken von uns allen.

Typ: Ausstellung, Kunstraum, Rauminstallation
Datum: 21.08.2022 - 18.09.2022
Uhrzeit: 15:00 - 17:00 Uhr
Ort: Gartenstr. 1, 78126 Königsfeld

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